Geschichte

Der Kreativkurs wurde von Prof. Walter Angerer-Niketa im Jahre 1981 gegründet.

Aller Anfang ist schwer

“Als die UNO das Jahr 1981 zum Jahr der behinderten Menschen erklärte und ein Sonderbudget für entsprechende Aktivitäten eingerichtet wurde, beschlossen wir – als Mitglieder einer Selbsthilfegruppe -, für eine Informationsausstellung über Probleme behinderter Menschen finanzielle Unterstützung zu beantragen. Wir wollten ganz einfach unsere Probleme auch einmal aus eigener Sicht in der Öffentlichkeit zur Sprache bringen.”

1981
  • Der zweisemestrige “Kreativkurs für Behinderte” beginnt im Oktober.
  • Dezember: Ausstellung im Wiener Rathaus anlässlich einer Pressekonferenz zur Gründung der VHS für Behinderte, “Bildungszentrum Aktiv” (BZA) genannt.
1982
  • Jänner/Februar: Ausstellung in der VHS Hietzing im Rahmen einer Enquete zum Thema: “Behindertenbildung – eine gesellschaftspolitische Aufgabe in Gegenwart und Zukunft”.
  • 3. – 5. Mai: Ausstellung mit Workshops in der Wiener Secession, Kellergalerie. Programm: Musik mit der Behindertenband “Animation”, “Free Rhythm Music” mit Daniel Hirtz und Frank, “Improvisation” mit Fritz Novotny und Helmut Kurz-Goldenstein, “Lyrik und Prosa” von und mit Eva Blum.
  • Mai: Malaktion im Jugendzentrum Alt-Erlaa mit Animation der Jugendlichen, um den Kontakt zwischen Behinderten und Nichtbehinderten zu fördern.
  • 15. Mai: Teilnahme an der großen Friedensdemonstration.
  • 24. Mai – 18. Juni: Ausstellung in der VHS Ottakring.
  • 23. August – 25. September: Ausstellung im Café Phönixhof, Neustiftgasse, 1070 Wien. Programm: “Free Music” mit Helmut Kurz-Goldenstein und Gustav Seemann, “Improvisationen über indische Musikstrukturen” mit Daniel Hirtz und Fritz John, “Lyrik und Prosa” von und mit Eva Blum und Erni Lipp.
  • September: Malanimation im WUK bei der Behinderten-Gruppe AKN.
  • Oktober: Ausstellung in der VHS Großfeldsiedlung.
1983
  • 11 – 31. Mai: Ausstellung in der Kleinen Galerie, Neudeggergasse 8, 1080 Wien.
    Programm:

    1. Workshop mit einer Behindertengruppe der Neurologischen Abteilung am Rosenhügel (Primar Dr. Rett)
    2. Workshop mit den KursteilnehmerInnen und AusstellungsbesucherInnen
    3. Workshop mit Kindern und Jugendlichen des Jugendzentrums Alt-Erlaa
    4. Workshop mit einer Hauptschulklasse (24 Schüler und Schülerinnen, 2 Lehrkräfte)
    5. Workshop mit Behinderten der Lebenshilfe Wien
    6. Workshop – Wiederholung des 1. Workshops
    7. Workshop mit einer Hauptschulklasse (20 Schüler und Schülerinnen, 1 Lehrkraft)
  • 10. Juni: Workshop im Rahmen der “Arts Connection”.
  • 6. – 17. Juni: Workshop im Dramatischen Zentrum, Seidengasse 13, 1070 Wien.
  • Oktober: Herausgabe einer Broschüre mit vielen Abbildungen: “Kreativkurs für Behinderte – Arbeitsergebnisse 1981 – 1983”.
1984 Dezember: Bildkalender für die Kammer für Arbeiter und Angestellte, Wien.
1985
    • 14. – 31. Mai: Ausstellung im Dramatischen Zentrum.
      Thema: “Zur Vernichtung lebensunwerten Lebens – ein Denkmal für die in Hartheim ermordeten Behinderten”.
      Programm:

Präsentation des Denkmals
Aufführung einer Eigenproduktion: “Vernichtungslager Hartheim – ein Klagegesang”

Vorträge:
Prof.Dr. Erwin Ringel: “Das Lebensrecht der Behinderten”
Dr. Wolfgang Neugebauer: “Euthanasie im Dritten Reich”
Prof. Dr. Ernest Bornemann: “Sexualität und Faschismus”

Gesamtorganisation:
Mag. Walter Angerer (Kreativkurs für Behinderte) und Dramatisches Zentrum

  • Sommer: Aufstellung des Denkmals im Jugendzentrum Ottakring.
  • Herbst: Aufführung der Eigenproduktion “Vernichtungslager Hartheim – ein Klagegesang” im Jugendzentrum Ottakring.
1986 Fortsetzung folgt.